Das Gewächshaus ist für viele Gärtnerinnen und Gärtner das Herzstück der Produktion – egal ob im professionellen Betrieb oder im ambitionierten Hobbygarten. Doch gerade in der kalten Jahreszeit verursacht das Heizen hohe Kosten. Der Einsatz von Energieschirmen bietet eine der effizientesten Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Aber wie groß ist der Effekt wirklich und wovon hängt er ab?
Einsparpotenziale durch Energieschirme
- Ein Schirm: Im Durchschnitt sind 25–40 % Energieeinsparung im Gewächshaus möglich.
- Zwei Schirme: In modernen Anlagen lassen sich sogar 40–55 %, teils bis zu 60 % erreichen.
- Einfache oder schlecht gesteuerte Schirme: Hier liegt die Einsparung oft nur bei 15–25 %.
Einflussfaktoren im Gewächshaus
1. Material & Dichtheit
Hochwertige Schirme mit Aluminiumfäden reflektieren Wärme zurück ins Gewächshaus und steigern die Energieeinsparung.
2. Steuerung & Betrieb
Die Effizienz hängt davon ab, wie früh der Schirm abends geschlossen wird und wie kleine Lüftungsspalten genutzt werden.
3. Gebäudehülle & Klima
Je schlechter das Gewächshaus isoliert ist, desto größer ist der Vorteil des Schirms. In kalten Regionen fallen die Effekte besonders ins Gewicht.
4. Tagesnutzung
An trüben Tagen kann ein geschlossener Schirm zusätzlich 5–10 % Energieeinsparung bringen, er reduziert aber auch den Lichteinfall.
Beispielrechnung
Ein Betrieb ohne Schirm verbraucht 300 kWh/m²·a Heizenergie.
- Mit einem Schirm (30 % Einsparung): ca. 90 kWh/m²·a weniger.
- Mit zwei Schirmen (50 % Einsparung): rund 150 kWh/m²·a weniger.
Bei 0,10 €/kWh spart ein Gewächshaus-Betreiber damit zwischen 9 € und 15 € pro m² jährlich.
Fazit
Der Einsatz von Energieschirmen stellt eine der wirkungsvollsten Strategien zur Heizenergie-Einsparung dar. Bereits ein einzelner Schirm reduziert die Heizkosten erheblich. Mit zwei Lagen und optimaler Steuerung ist eine fast 50-prozentige Reduktion des Energiebedarfs erreichbar. Dies senkt nicht nur die Betriebsausgaben, sondern verringert auch CO₂-Emissionen.