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Fachwissen

Schattierungen & Lichtklima im Gewächshaus

Wie wirken sich Schattierungen auf das Lichtklima im Gewächshaus aus – und sind sie für alle Pflanzenarten geeignet?

MP

Marcus Prösch

GBT Hoffmann

4. Dezember 2025

2 Min. Lesezeit

Schattierungen & Lichtklima im Gewächshaus

In der modernen Gewächshaustechnik spielen Schattierungen eine zentrale Rolle. Sie schützen Pflanzen vor übermäßiger Sonneneinstrahlung, verbessern das Lichtklima im Gewächshaus und tragen zur Energieeinsparung bei. Doch viele Betreiber fragen sich: Wie genau verändern Schattierungen das Licht im Innenraum? Und ebenso wichtig: Sind sie für alle Pflanzenarten gleichermaßen geeignet?

Die Antwort lautet: Schattierungen sind ein äußerst wirkungsvolles Instrument, aber ihre Anwendung muss gezielt geplant werden. Unterschiedliche Kulturen benötigen individuell angepasste Lichtintensitäten.

Warum ist das Lichtklima im Gewächshaus so entscheidend?

Licht ist einer der wichtigsten Wachstumsfaktoren im Pflanzenbau. Sowohl die Lichtintensität als auch die Lichtverteilung beeinflussen:

  • die Photosynthese
  • das Pflanzenwachstum
  • die Bildung von Blüten und Früchten
  • die Qualität und Farbe der Kulturen

Ein ausgewogenes Lichtklima im Gewächshaus ist daher entscheidend, um gesunde und ertragreiche Pflanzen zu produzieren.

Wie beeinflussen Schattierungen das Licht im Gewächshaus?

Reduzierung der Lichtintensität

Schattierungsgewebe oder Schattierungsschirme reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung. Je nach Material lassen sich 30 % bis über 80 % Lichtreduktion erreichen.

Verbesserung der Lichtverteilung

Moderne Schattierungen bestehen oft aus reflektierenden Materialien, die das einfallende Licht streuen. Dies sorgt für eine gleichmäßigere Ausleuchtung, weniger Schattenbereiche und homogeneres Wachstum der Pflanzen.

Schutz vor Hitzeeinwirkung

Indem ein Teil des Sonnenlichts abgefangen wird, sinken auch die Temperaturen im Gewächshaus. Besonders an extrem heißen Sommertagen ist dieser Effekt entscheidend.

Steuerung des Tagesklimas

Einige Schattierungssysteme sind gleichzeitig Energieschirme. Sie helfen, nachts Wärme im Gewächshaus zu halten und tagsüber überschüssiges Licht zu regulieren.

Sind Schattierungen für alle Pflanzenarten geeignet?

Grundsätzlich ja – allerdings nicht in gleicher Intensität. Jede Pflanzenart hat einen individuellen Lichtbedarf.

Pflanzen, die eine höhere Schattierung bevorzugen

Zu den Kulturen mit geringer Lichttoleranz zählen: Farnarten, Anthurien, Orchideen, Salat, Spinat und andere Blattgemüse sowie Beerenjungpflanzen. Diese Pflanzen profitieren deutlich von Schattierungen, da sie in ihrer natürlichen Umgebung ebenfalls im Halbschatten wachsen.

Pflanzen, die mittelstarke Schattierungen benötigen

Viele Zierpflanzen und Nutzpflanzen benötigen moderates Licht: Tomaten (je nach Entwicklungsphase), Gurken, Kräuter wie Basilikum oder Petersilie, Chrysanthemen und Jungpflanzen diverser Kulturen.

Pflanzen, die volle Sonne bevorzugen

Es gibt Kulturen, die nur wenig oder gar keine Schattierung benötigen: Paprika, Auberginen, sonnenliebende Kräuter wie Rosmarin und mediterrane Pflanzen. Für diese Arten wird meist nur eine leichte Schattierung genutzt – oder sie wird komplett geöffnet, sobald die Lichtintensität es zulässt.

Fazit

Schattierungen haben einen enormen Einfluss auf das Lichtklima im Gewächshaus. Sie reduzieren Lichtintensität, verbessern die Lichtverteilung und schützen Pflanzen vor Hitze. Für jede Pflanzenart lässt sich ein individuell passendes Schattierungskonzept entwickeln – von lichtempfindlichen Zierpflanzen bis hin zu sonnenliebenden Kulturen.

Wer langfristig optimale Ernteergebnisse erzielen möchte, sollte daher auf ein präzise geplantes und professionell installiertes Schattierungssystem setzen.

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